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Samstag, 17. November 2012

Bauteil 3: Das Getriebe

Hi Leute,

letztes Mal haben wir ja gesehen, wie man mit einer einfachen Tonne aus Wind eine Drehbewegung macht:
Rotor
und das Mal davor gab´s diesen Artikel:
Generator
darüber wie ein Waschmaschinenmotor aus einer Drehbewegung Strom machen kann.

Wer jetzt aber mal auf den die Skala von der Drehzahlregelung für den Waschmaschinenschleudergang guckt, weiß das die Maschine auch mal auf 1200 Umdrehungen pro Minute kommen  kann. Jetzt kommt es aber noch krasser. Der Elektromotor in der Maschine dreht sich sogar mit 12000 Umdrehungen. Das ist 10 mal schneller als die Trommel und verdammt schnell. Bestimmt wäre das auch ungesund für die Wäsche. Um die Drehzahl runterzuregeln sitzt in der Maschine ein Riementrieb, genau genommen handelt es sich um einen Keilriemen.








Der heißt so, weil er ein Keilförmiges Profil auf seiner Innenseite besitzt (unserer ist ein Rippenkeilriemen, bei ihm sind mehrere Keile nebeneinander angeordnet).

Um jetzt die Übersetzung 1:10 hinzukriegen, dass heißt wenn der Motor sich 10 Mal dreht soll sich die Trommel nur 1 Mal drehen, sitzt auf dem Motor eine kleine Riemenscheibe und auf der Trommel eine Scheibe die ca. 10 Mal größer ist. Hier mal ein Foto von der Scheibe auf dem Motor. Man erkennt das Profil vom Riemen wieder:

Schematisch sieht das ganze so aus wie in der Grafik die ich gezeichnet habe. Dreht sich die Große Scheibe nur einmal, muss die kleine sich 10 mal drehen. Das liegt daran, dass der Riemen auf beiden Scheiben den gleichen Weg zurücklegen muss (Außer er rutscht durch). Dadurch wird Eure Wäsche in der Maschine geschleudert und nicht zerkleinert.
Übrigens braucht der Motor jetzt auch 10 Mal weniger Kraft um die Trommel anzutreiben, denn das Getriebe wirkt ähnlich wie man es von einem Hebel aus dem Physikunterricht kennt. Langer Weg -> kleine Kraft. Kurzer Weg -> große Kraft.

Bei unserer Windanlage haben wir ein ähnliches Problem, unser Rotor dreht sich sehr langsam, der Generator muss sich hingegen sehr schnell drehen. Würde wir den Generator mit der Drehzahl des Rotors zu betreiben, könnten wir keinen Strom produzieren. Deshalb müssen wir auf den Motor eine kleine und auf den Rotor eine große Scheibe setzen. Klingt doch ganz logisch.

Leider ist es für uns nicht so ganz einfach, denn anders als die Hersteller von Waschmaschinen haben wir nicht die Möglichkeit uns einfach irgend eine Riemenscheibe auszusuchen. Gerade für den oben beschriebenen Keilriemen, können einzelne Scheiben sehr teuer werden. Deshalb suchen wir gerade nach einer passenden Scheibe, die möglichst umsonst ist und die richtige Größe hat...

Als Schlusswort nochmal kleine Anhaltspunkte zu den Drehzahlen. Für unseren Rotor könnte die mittlere Drehzahl vielleicht bei ca. 50 - 100 Umdrehungen pro Minute liegen. Am Generator müssen wir aber auf mindestens 700 Umdrehungen kommen. Damit ergibt sich ebenfalls eine Übersetzungen von ca. 1 zu 10. Wenn unsere kleine Scheibe also einen Durchmesser von 5 cm hätte, bräuchten wir bereits eine große Scheibe von, uff,  50 cm! Das ist schon ein halber Meter. Da braucht man dann auch einen ordentlich langen Riemen!

Eure Projektørga

Freitag, 16. November 2012

Ankündigung Zeitungsartikel


Vorhin war ein Journalist da und nächste Woche könnt ihr den Artikel über uns in der Berliner Woche lesen. Wenn alles klappt gibt es morgen außerdem wieder einen etwas längeren Blog Artikel. Auf dem Foto könnt ihr unsere "Werkstatt" begutachten. Eigentlich ist es mein Badezimmer ;-D und wir werden da auch nicht wirklich bauen. Keine Sorge.
Schönes Wochenende!

Donnerstag, 15. November 2012

Facebook

Ab jetzt gibt´s uns auch auf Facebook. Anmeldungen für´s Projekt könnt ihr uns auch gerne dort senden: http://www.facebook.com/windmuhlen.auswaschmaschinen !

Dienstag, 13. November 2012

Pressemitteilung und Verlängerung der Anmeldefrist bis 25.11.2012


Hallo Leute,
hier ist unsere Pressemitteilung nochmal ein kleines bisschen aufgepeppt. Einige werden sicher schon festgestellt haben, dass sich damit die Anmeldefrist vom Flyer um eine Woche verlängert. Damit wollen wir auch denen die Gelegenheit geben am Projekt teilzunehmen, die erst jetzt vom Projekt erfahren.

Pressemitteilung „Windmühlen aus Waschmaschinen“


Die Initiative „Windmühlen aus Waschmaschinen“ von Studenten der Beuth-Hochschule baut eine Windanlage aus Waschmaschinenteilen, Schrott und anderen recycelten Materialien mit inte­ressierten Anwohnern aus der Müllerstraße und Umgebung.

Mitmachen kann jeder der gerne selber einmal eine Windanlage bauen möchte aber nicht weiß wie das geht. Aber auch Kenner der Materie sind eingeladen dabei zu sein. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, technisches Interesse aber wünschenswert. Termine erfolgen in Absprache mit den Teilnehmern.

Wer gerne mitmachen möchte, melde sich bis zum 25. November 2012 bei Ludwig Boddin telefonisch oder per E-Mail. Aktuelle Infos sind auf unserem Blog zu finden. 

Das Projekt ist von der Stadtteilvertretung "Mensch Müller" ausgewählt worden und wird im Rahmen des Gebietsfonds "Aktive Zentren Müllerstraße" gefördert.

Windmühlen Wedding
Blog: 
http://windmuehlen-wedding.blogspot.de/
E-Mail:
windmuehlen.projekt@gmail.com
Handy: 015238992375

Das Fass

Hier noch ein kleiner Nachtrag zum Rotor. Wir haben nämlich schon eine Tonne gefunden, die ihr hier bewundern könnt:

Eure Projektørga

Montag, 12. November 2012

Bauteil 2: Der Rotor

Hallo liebe Freunde unserer Initiative,

heute möchten wir Euch das nächste Bauteil vorstellen, das einmal zu unserer Windanlage gehören wird. Es ist das entscheidende Teil einer Windanlage, denn seine Flügel haben die Funktion aus Wind eine Drehbewegung (Rotation) zu machen. Deshalb nennen wir es hier einfach mal "Rotor". Bei den klassischen Windanlagen, wie die auf dem Hintergrundbild unseres Blogs, nennt man den Rotor auch Repeller. In unserem Fall stellen wir Euch einen etwas anderen Rotor vor, der aus einer alten Tonne hergestellt werden kann. Man nennt ihn Savonius-Rotor. Um Euch das Prinzip eines Savonius Rotor näher zu bringen, habe ich mal trotz meiner mäßigen Zeichenkünste zum Stift gegriffen und zwei kleine Skizzen gemalt.

Stellen wir uns vor, wir nehmen eine Tonne aus Blech (z.B. ein altes Ölfass) und zerschneiden sie längs in zwei Hälften. Jede der Hälften dient jetzt dazu Wind aufzufangen. Die zwei Hälften werden wieder miteinander verschraubt und zwar so dass sie sich überlappen. Dadurch enstehen zwei Flügel die beide in entgegengesetzte Richtung zeigen. Als Anschauungsmaterial habe ich da gerade nur die Zeichnung von unserem Flyer parat. Die sieht auf den ersten Blick etwas verworren aus aber wer mal sich da mal ein paar Linien wegdenkt, erkennt den Rotor so, wie ich ihn beschrieben habe.
Eine schematische Zeichnung eines Savonius-Rotors. Man erkennt die zwei Halbröhren zwischen den Kreisscheiben, das ist der eigentliche Rotor.
Hier links habe ich jetzt gezeichnet, wie es aussieht, wenn man von oben auf die zwei verschraubten Fasshälften guckt. Der Wind treibt den Rotor an, denn der Rotor bietet dem Wind Widerstand und erfährt so eine Kraft. Das ist in etwa die gleiche Kraft, die man spürt, wenn man gegen starken Wind anläuft. Die so erzeugte Drehbewegung bringt uns einen Schritt näher an den elektrischen Strom den wir am Ende haben wollen. Denn wir erinnern uns an unser letztes Bauteil, den Generator, dieser kann aus dieser Drehbewegung Strom erzeugen.

Das war es erstmal schon wieder. Morgen kriegt ihr mehr Infos zum Projekt und gegen Ende dieser Woche werden wir darauf eingehen, wie der Rotor unseren Generator antreiben wird.

Eure Projektørga

Samstag, 10. November 2012

Bauteil 1: Der Generator

Hi Leute,

in der folgenden Woche werden wir Euch zeigen, was man so alles braucht um eine Windanlage aus Schrott zu bauen. Da wir jetzt schon öfter gefragt wurden, wie man denn jetzt Windmühlen aus Waschmaschinen baut, wollen wir heute gleich mit dem wichtigsten Bauteil beginnen: Dem Generator.
Wir sind bereits fleißig am sammeln und haben schon einen Generator aufgetrieben. Es handelt sich um einen Motor aus einer alten Waschmaschine (siehe Foto).

Und da kommt nämlich die Waschmaschine ins Spiel, viele Waschmaschinen besitzen Motoren die super für unsere Windanlage geeignet sind. Wir haben aber einen ganz besonderen Motor aufgetrieben, in seinem inneren sind Magnete verbaut. Dadurch ist er besonders einfach als Generator zu betreiben und kann sich später bereits bei niedrigen Windgeschwindigkeiten drehen.
Aber halt stopp?!
Ein Motor verbrät Strom um sich zu drehen, also irgendetwas anzutreiben z.B. eine Waschmaschinentrommel. Ein Generator hingegen wird angetrieben und am Ende kommt doch Strom heraus. Kann man also mit einem Waschmaschinenmotor so einfach Strom erzeugen?
Ja kann man! Besonders unkompliziert geht es mit dem oben erwähnten Motor. Merkt Euch erstmal, dass man jeden Elektromotor in der Regel auch umgekehrt als Generator betreiben kann. Wie das genau funktioniert, darauf werden wir in einem unserer nächsten Posts eingehen.